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CD-Spieler QUAD 77
Der CD-Spieler aus dieser Serie kommt - wie bereits in der Einführung
skizziert - in 2 verschiedenen Versionen daher: Zum einen als "Systemgerät";
d.h. ohne eigenständiges Netzteil und "konventionelle" Ausgangsbuchsen
(lediglich mit einem QUADLINK-Anschluss auf der Rückseite); zum anderen
als sog. "Master"-Gerät; d.h. mit eigenständigem Netzteil und Cinch-Ausgangsbuchsen,
konzipiert als "Standalone"-Gerät in Fremdanlagen.
Beide Geräte unterscheiden sich intern hauptsächlich durch das
Netzteil, sowie den vorhandenen bzw. nicht vorhandenen Fernbedienungsempfänger.
Darüberhinaus besitzen beide Varianten unterschiedliche Softwareversionen,
um den jeweiligen Funktionsumfang zu gewährleisten. Äusserlich
ist zunächst - wenn man das Gerät nur von der Vorderseite betrachtet
- kein Merkmal vorhanden, anhand dessen man die beiden Varianten unterscheiden
könnte. Die korrekten Typenbezeichnung lauten übrigens "7712" für
den "Master", sowie "7714" für den "Slave". Dieser CD-Spieler basiert
ebenfalls (siehe Vorgängermodelle) auf einem Philips-Konzept. Der Antrieb
wird durch ein CDM 12.4-Laufwerk realisiert - leider kein "Dreharm"-Laufwerk
mehr (die Techniker unter den Lesern werden das Bedauern nachempfinden können),
sondern ein Linearlaufwerk mit Führungsstange (zur Rechtfertigung muss
allerdings gesagt werden, dass Philips nach dem CDM 9 keine "Consumer"-Dreh-armlaufwerke
mehr gefertigt hat - d.h. alle Hersteller, die in ihren Playern ein Fremdlaufwerk
einbauen wollten, hatten die Wahl zwischen dem CDM 12 von Philips, den TEAC-Laufwerken
und den SONY-Laufwerken - von einigen Exoten und Primitivlaufwerken mal abgesehen.
Dreharmlaufwerke wie CDM 4 und CDM 9 wurden und werden zwar noch von einigen
Herstellern verwendet, dabei handelt es sich jedoch ausnahmslos um "New Old
Stock"-Ware - keine aktuelle Produktion).
Auch dieses Gerät besitzt einen Microcontroller zur Steuerung aller
wichtigen Funktionen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Herstellern hat
QUAD die Software insbesondere zur Steuerung des Laufwerk-Servos selbst geschrieben
(und nicht von Philips übernommen). Bei den ersten Geräten mit
Softwarestand 1.4 gab es leider Probleme (meist Trackingprobleme, "CD springt")
- diese Schwierigkeiten wurden mit der überarbeiteten Softwareversion
1.9 erfolgreich ausgeschaltet (Der Softwarestand Ihres Gerätes wird
beim Einschalten kurz im Display angezeigt; darüberhinaus ist auf dem
Mikroprozessor etwa in der Mitte der Hauptplatine ein entsprechender Aufkleber
angebracht).
Der sehr spartanische Player besitzt auf der Front lediglich Bedienelemente
für die Funktionen "Titel vor/zurück", Start/Stop sowie die Ladefunktion.
Umfangreichere Bedienfunktionen wie z.B. Progammierung eines Titelablaufs,
Abspielen im Zufallsmodus, suchen eines bestimmten Abschnittes innerhalb
eines Titels, sind auch hier nur mit der Systemfernbedienung möglich
(lesen Sie bitte dazu das Kapitel über den Vollverstärker sowie
das über die Fernbedienung). Gewandelt wird im CD 77 ebenfalls mit einem
Chip von Crystal - bemerkenswerterweise mit dem gleichen 18-Bit-Delta-Sigma
Typ CS4328KP wie im Vorgängermodell CD 67. Der CD-77 besitzt - unabhängig
davon, welche Geräteversion - keinen Digitalausgang. Allerdings liegt
das Digitalsignal - zumindest beim Mastergerät - am QUADLINK-Stecker
an, so dass es durchaus denkbar ist, über ein spezielles Adapterkabel
andere Digitalkomponenten (DAT, externer Wandler) anzuschliessen. Das Digitalsignal
wird dort übrigens im 110-Ohm-AES/EBU-Format zur Verfügung gestellt.
An dieser Stelle sollte nicht unerwähnt bleiben, dass 2 Mastergeräte
nicht zusammen betrieben werden können: Der CD-77-Master eignet sich
also wirklich NUR zum Betrieb in Fremdanlagen. Zwar können Sie zwei
MASTER über den QUADLINK-Bus miteinander verbinden, ohne dass ein Schaden
entsteht; meistens wird das Quellgerät sogar erkannt, aber beide Fernbedienungsempfänger
(der verstärkereigene und der des CD-Master) bleiben in Betrieb, was
dazu führt dass alle Befehle doppelt übertragen werden und die
Anlage sich recht schnell "aufhängt". Die Reset-Prozedur bringt nur
kurzfristig Abhilfe. Auch wenn Sie die Geräte nicht über QUADLINK
miteinander verbinden, gibt es mit der bidirektionalen Fernbedienung Schwierigkeiten,
wenn zwei Master im gleichen Raum betrieben werden sollen - die Fernbedienung
kann sich nicht auf zwei autarke "Partner" einstellen.
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